Heinz Mack, ‘Chromatische Konstellation’, 1996, Galerie Schlichtenmaier

Mit seinen »Chromatischen Konstellationen« der 1990er Jahre, zu der auch dieses – so der Nebentitel – »Kleine Wiesenstück« von 1996 gehört, macht sich Heinz Mack ausdrücklich zu einem Partner seiner Mittel, sprich der Farben. Sie werden regelrecht zu Lichtgestalten erklärt: »Die ›Chromatischen Konstellationen‹, welche sich beim Malen ergeben, folgen einer inneren Idee … Im besten Falle bin ich es nicht allein, der malt, - dann malt das Bild mit. Dies gehört zur Phänomenologie der Existenz von Engeln«. Hier vereinen sich Klangbild der Farbe, inhaltliche, oft ans Naturhaft-Transzendente rührende Assoziation (»Königin der Nacht«, »Gloria Die«, »Lichtfelder«, »Mediterraner Sommer« oder eben »Kleines Wiesenstück«) und Lichtstimmung, die einer Versachlichung der Welt entgegenwirken soll. Nach seiner Rückkehr zur Leinwandmalerei reflektiert er auch die Farbenlehren von Johann Wolfgang Goethe (»Farben sind Taten des Lichtes«) bis Johannes Itten (»Farben sind Strahlenkräfte«), die in diesem vorliegenden Werk durch nahezu hymnische Akkorde einen zeitlosen Ausdruck erhalten haben. Die metaphorisch aufgefassten Motive sind der Form halber nötig, um die spektrale Dimension der Farbe, deren Kontrastwirkungen, Hell-Dunkel-Korrelationen, Intensitäten und Interferenzen in den grundsätzlich gegenstandsfreien Arbeiten dingfest zu machen.

Signature: signiert u. r.: Mack; verso signiert, datiert und bezeichnet: Mack 96 »Kleines Wiesenstück« chromatische Konstellation

About Heinz Mack

Heinz Mack lives and works in Dusseldorf, Germany, where he constantly experiments with the effects of light and color. Regarding light as his central artistic theme, Mack works across many mediums—painting, sculpture, drawing, ceramics, and interiors—which use light to explore reflection, movement, and structure. Mack studied painting at the Dusseldorf Academy of Arts and received his philosophy degree from Cologne University in 1956; shortly after, he co-founded Group Zero—embracing a clean slate approach to design—alongside Otto Piene. In his early work, Mack created monochrome paintings of black or white parallel lines, followed by explorations of luminosity and movement through light reliefs and light cubes made of polished aluminum. In large-scale, environmental works, Mack has created light rotors, pillars, and columns, such as the columns he placed in the Sahara desert or his “light-and-movement” room for Berlin’s 1970 German Industrial Exhibition.

German, b. 1931, Lollar, Germany