Peter Brüning, ‘Ohne Titel’, 1960, Galerie Schlichtenmaier

Peter Brüning war der jüngste Vertreter des deutschen Informel der 1950er Jahre. Damit gehörte er zu den Wegbereitern jenes geistigen Klimas, in dessen Umfeld sich die legendäre »Düsseldorfer Kunstszene« entwickeln konnte. Schon früh – er studierte zwei Jahre lang an der Stuttgarter Kunstakademie unter Willi Baumeister – wandte er sich vom Gegenständlichen ab und setzte sich mit dem gestisch-informellen Prinzip und dem ausdrucksstarken Pinselstrich auseinander. Ab etwa 1960 zeichnet sich Brünings Palette durch den verstärkten Einsatz von Schwarz aus. Dies ist auch exemplarisch an der im Zeitraum zwischen 1960 und 1961 entstandenen, unbetitelten Arbeit festzustellen, bei dem, neben dem verwischenden und gleichzeitig strukturbildenden Weiß, zahlreiche bunte Farbflächen unter dem fast die gesamte Bildfläche einnehmenden Schwarz zu verschwinden scheinen.

Marie-Luise Otten: Peter Brüning. Studien zu Entwicklung und Werk. Werkverzeichnis, Köln 1988, Nr. 381

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